Kristin Kempe

Zur ewigen Erinnerung

 an meine Tochter

Projekt2

Meine geliebte Krissi mit

4 Wochen— für mich der schönste Wonneproppen auf der ganzen Welt.

Kristin erblickte am 26. Februar 1985, um 22.25 Uhr das Licht der Welt. Sie wog 3250 g und hatte eine Größe von 53 cm. Ihr Kopfumfang betrug 36 cm.

 

Sie war ein sehr liebes Kind. Ich hatte keinerlei Probleme mit ihr, keine Sorgen, nichts. Jeder weitere Tag mit ihr machte mir mehr und mehr Freude.

 

Krissi hing sehr an mir. Manchmal konnte ich nicht einmal abwaschen oder kochen, ohne dass sie mir am Bein hing. Immer wollte sie dabei sein. Umso schwerer war es dann, als sie in die Kinderkrippe kam. Es verging kein Tag, an dem sie nicht bitterlich weinte, wenn ich sie dort ablieferte. Sie war sehr verschmust als Kleinkind und auch noch mit 20 Jahren.

Am 1. September 1991 kam sie in die Schule. In Siersleben besuchte sie 4 Jahre die Grundschule. 1994, ab der 4. Klasse ging sie auf das Gymnasium nach Benndorf. Dort kam mein Kind nicht klar, mit einigen Mitschülern und Lehrern. Das führte dazu, dass ihre schulischen Leistungen immer schwächer wurden. Also schulte ich sie wieder um. Schließlich beendete sie die Schule in Siersleben mit dem „erweiterten Realschulabschluss“. Alle waren wieder glücklich, vor allem Krissi. Niemals wollte sie ihre Familie enttäuschen. Ständig waren das ihre größten Sorgen.

Die Familie war ihr immer wichtig. Sie wollte immer alle um sich haben. Oma‘s, Tanten, Onkel, eben alle die ihr lieb waren.  Streit innerhalb der Familie machte sie traurig. Da aber leider in unserer Familie nicht immer alles so lief, wie es hätte sein sollen, ärgerte Krissi sich sehr oft. Immer und immer wieder erzählte sie mir wie schön es doch damals war, als alle noch zusammen gehalten haben.

Links waren wir zum Geburtstag bei ihrer Cousine Lydia. Für Krissi die schönste Zeit, Zeit mit der ganzen Familie zu verbringen. Im Jahr 1988.

 

Rechts waren wir bei Oma zu Ostern. Das war 1994. An dieses Fest erinnerte sich Krissi sehr gern und oft zurück.

26.02.1985 – 06.09.2005

Fasching feiern im Kindergarten — eine wunderschöne Zeit. Vor allem die Prinzessin sein ist doch der Traum eines jeden kleinen Mädchen.

Zu diesem Foto fällt mir eine besonders niedliche Geschichte ein:

 

Es war „Wendezeit“ (1989/90). Wir DDR-Bürger fuhren ja in Scharen in den „goldenen Westen“ und holten unser Begrüßungsgeld ab — pro Kopf waren es 100,- DM. Ich fuhr mit Kristin in die nächst größere Stadt und wollte meiner lieben Kleinen etwas Schönes mit dem „Westgeld“ kaufen. Sie sollte sich etwas aussuchen, schließlich hatten wir ja 100,- DM (Wahnsinn!!!). Mein liebes Kind war allerdings so bescheiden, dass sie sich lediglich einen kleinen Alf für 2,50 DM aussuchte. Zu dieser Zeit fanden, glaube ich, alle Kinder Alf ganz toll.

Damals kamen mir fast die Tränen, unsere Kinder in der DDR kannten es nicht anders als immer auf „Sparflamme“ zu leben.

Mit einem „Alf“ T-Shirt ließ sie sich dann auch überreden ein Foto beim Fotografen zu machen. So entstand das erste Foto von Krissi beim Fotografen.